Meine Erfahrungen als Milchtechnologe

Dana Martschink

macht eine Ausbildung zur Milchtechnologin

Website des Unternehmens: Molkerei Hainichen-Freiberg GmbH & Co. KG
Unternehmensstandort: Freiberg
Ausbildungsberuf: Milchtechnologe


  • Was hat Dich dazu motiviert, diesen Beruf zu wählen?

    Ich hatte schon im Vorfeld Interesse für die Milchwirtschaft. Den Weg der Milch vom Bauernhof bis zum fertigen Produkt kennenzulernen, war für mich als Schülerin sehr interessant. Mich faszinieren die verschiedensten Herstellungsprozesse, da aus Milch vielfältigste Produkte entstehen: Weichkäse, Mozzarella, Milchpulver, Joghurt, Pudding, Frischkäse oder Trinkjoghurt zum Beispiel. Außerdem hat mich die Sicherheit der Lebensmittelbranche und die Aussicht auf einen abwechslungsreichen Job für den Beruf der Milchtechnologin motiviert.

  • Wie hast Du Dich auf die Ausbildung vorbereitet? Gab es spezielle Vorkenntnisse, die hilfreich waren?

    Ich habe mich wirklich gründlich über den Beruf und den Ausbildungsablauf informiert.
    Und meine soliden Grundkenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie haben mir sehr geholfen.

  • Was sind die wichtigsten Aufgaben, die Du täglich in Deinem Ausbildungsbetrieb erledigst?

    Man kann sich‘s kaum vorstellen: Täglich werden 340.000 Liter Milch von 29 Milchviehbetrieben aus Sachsen und Brandenburg bei uns angeliefert, die dann für unsere drei Abteilungen Joghurt/Dessert, Käserei und Trocknung aufgeteilt werden. Milchannahme, Pasteurisierung und Verteilung der Milch wird über die sogenannte Schaltwarte gesteuert und überwacht. Diese gehört zu einem der Bereiche, die ich als Milchtechnologin in meiner Ausbildung kennenlernen darf. Und dann wird es spannend. In der Abteilung Joghurt/Dessert unterstütze ich zunächst bei der Herstellung der Joghurt- und Dessertprodukte, die später über sechs Abfüllanlagen in Bechern, 4er-Packs oder TetraPaks abgefüllt werden. Bei Störungen der Anlagen helfe ich bei der Störungssuche und -beseitigung. Die zweite Abteilung ist die Käserei. Wir sind eine der modernsten Camembert-Käsereien Europas. Hier startet die Produktion zunächst mit der Reinigung und Desinfektion der gesamten Produktionsanlage. Es werden Weichkäse und Camembert in den verschiedensten Fettstufen, Geschmacksrichtungen und Formen hergestellt. Als Azubi durchlaufe ich die einzelnen Herstellungsschritte von der Inline-Mischung von Magermilch und Rahm, dem Käsebruch, der Bandentmolkung bis hin zur Trockensalzung des Käses. Im Anschluss reift der Käse in unseren Reiferäumen für ca. sieben Tage. Danach wird er verpackt durch hochautomatisierte Verpackungsanlagen. In der Abteilung Trocknung werden durch Sprühtrocknung Milch- und Molkepulver hergestellt. Die Bedienung des Sprühtrockners erfolgt ausschließlich computergesteuert. Das Pulver wird im Anschluss in Papiersäcken oder Big Bags verpackt. Auch diesen Herstellungsprozess lerne ich als angehende Milchtechnologin während meiner Ausbildung kennen. Langweilig wird es also auf keinen Fall!

  • Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sind Deiner Meinung nach besonders wichtig für diesen Beruf?

    Ein fortwährendes Interesse an der Lebensmittelindustrie und den dazugehörigen Technologien sind Voraussetzungen für den Beruf des Milchtechnologen. Um die Verarbeitungsprozesse zu verstehen, sind natürlich auch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie wichtig. Alles andere lernt man Schritt für Schritt.

  • Was würdest du Schülern raten, die sich für eine ähnliche Ausbildung interessieren?

    Es ist immer gut, vorab zu testen, ob der Wunschberuf zu einem passt. Deshalb würde ich sagen, dass ein Praktikum in der Lebensmittelbranche, bestenfalls in einer Molkerei, unbedingt zur Berufsorientierung gehört. Ich lade euch deshalb gern ein, mal bei uns reinzuschnuppern. Es wird garantiert interessant.

*Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir im Textverlauf die männliche Form der Anrede. Die Berufsbezeichnungen beziehen sich jedoch auf Personen jeder Geschlechtsidentität.

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