Meine Erfahrungen als Oberflächenbeschichter

Felix Hartrampf

machte eine Ausbildung zum Oberflächenbeschichter

Website des Unternehmens: Pieper Oberflächentechnik Hermsdorf GmbH
Unternehmensstandort: Hermsdorf
Ausbildungsberuf: Oberflächenbeschichter


  • Was sind typische Arbeitsaufgaben eines Oberflächenbeschichters?

    Bestimmt habt ihr schon einmal die Begriffe Verchromen, Verzinken oder Vernickeln gehört. Ganz grob gesagt sind das die Aufgaben eines Oberflächenbeschichters. Konkret geht es in dem Beruf darum, metallische und nichtmetallische Oberflächen durch das Aufbringen verschiedenster galvanischer Überzüge zu veredeln und so den entsprechenden Produkten spezifische Eigenschaften zu geben. Das alles sind sehr komplexe Vorgänge. Dementsprechend reichen meine Aufgaben vom Bedienen, Überwachen und Warten der Produktionsanlagen, über Laboranalysen der Beschichtungsbäder bis zur Qualitätskontrolle der galvanischen Überzüge. Darüber hinaus bearbeite ich auch Kundenaufträge und Anfragen. Ich kann also durchaus sagen, dass mein Arbeitstag sehr abwechslungsreich ist.

  • Ein kleiner Rückblick auf Deine Ausbildung: Wie lief sie ab, was war gut und was war nicht so einfach?

    Meine Ausbildung erfolgte im Blockunterricht und das ist auch heute noch so. Für mich war das sehr positiv, denn dadurch konnte ich das Gelernte kurze Zeit später gleich in der Praxis ausprobieren und umsetzen. Manchmal war es etwas schwierig, die Zusammenhänge in der Theorie, also im Berufsschulunterricht, richtig zu deuten. Aber dann bringt einen zum Glück die praktische Arbeit im Betrieb schnell weiter, denn hier probiert man aus, sammelt jeder Menge Erfahrungen und kann schließlich alles viel einfacher nachvollziehen.

  • Wie hast Du Dich im Unternehmen weiterentwickelt?

    Schon während der Ausbildung konnte ich durch mein großes Interesse am Beruf viele verschiedene Stationen, wie zum Beispiel die Abwasserbehandlung, die Analyse im Labor oder die Qualitätssicherung, durchlaufen. So konnte ich mir sehr schnell viel Wissen aneignen. Außerdem konnte ich in dieser Zeit dank der sehr guten Betreuung durch die Ausbilder meine Teamfähigkeit stärken, so dass ich jetzt viel offener im Umgang mit anderen Menschen bin. Und weil Stillstand nicht mein Ding ist, strebe ich noch eine Weiterbildung zum Meister an, was sich nur wegen der aktuellen Situation etwas schwierig gestaltet. Ich kann mich aber freuen: Pieper übernimmt die vollen Kosten der Ausbildung und stellt mich für diese Zeit auch bezahlt frei. Im Gegenzug verpflichte ich mich dann auch gern zu einer mindestens 5-jährigen "Betriebstreue".

  • Für wen ist der Beruf geeignet?

    Wer sich schon in der Schulzeit für den naturwissenschaftlichen Unterricht begeistert hat, bringt beste Voraussetzungen für den Beruf mit. Schließlich geht es bei der Oberflächenbeschichtung um komplexe chemische und physikalische Prozesse. Teamfähigkeit sehe ich außerdem als sehr wichtig an. Und nicht zu vergessen ist das Thema Umweltschutz. Für alle, denen der Schutz unserer Umwelt am Herzen liegt, sollte der Leitspruch der Ausbildungsberufes „Umweltschutz durch Korrosionsschutz“ auch Ansporn sein, diesen zu erlernen.

  • Hast Du noch einige allgemeine Tipps für zukünftige Azubis?

    Man sollte immer „am Ball“ bleiben, auch wenn es mal schwierigere Phasen gibt, die tatsächlich nicht ausbleiben werden. Aufgeben ist da wirklich keine Option. Vielmehr heißt es gerade dann, gut aufzupassen und viel zu lernen. Man muss einfach versuchen, das Bestmögliche von sich und seinen Leistungen zu zeigen und dabei auch mal über seine eigenen Grenzen hinausgehen. Ihr werdet schnell merken, dass sich dieser Aufwand lohnt, denn man erweitert nicht nur sein Fachwissen, sondern gewinnt auch an persönlicher Stärke. Und das sind meiner Meinung nach wichtige „Bausteine“ für beruflichen Erfolg.

*Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir im Textverlauf die männliche Form der Anrede. Die Berufsbezeichnungen beziehen sich jedoch auf Personen jeder Geschlechtsidentität.

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