Geschäftsführer

Nachgefragt bei Stefan Winter (IFAM GmbH Erfurt)

Welche Eigenschaften sollten Bewerber für einen Ausbildungsplatz mitbringen?
Wichtig sind vor allem echtes Interesse am Wunschberuf, Teamfähigkeit und ein gewisses Maß an Eigenverantwortung. Auch die Fähigkeit, sich an einem Arbeitstag über acht Stunden hinweg zu konzentrieren, ist in jedem Beruf und bei jeder Ausbildung erforderlich. Die persönliche Einstellung spielt ebenfalls eine große Rolle. Bewerber sollten sich vorstellen können, den Beruf dauerhaft auszuüben, und nicht nur, weil es gerade keine Alternativen gab.
Welche Bedeutung haben Schulnoten, praktische Erfahrungen und die Vorbereitung auf das Unternehmen?
Noten sind eine wichtige Basis, aber längst nicht alles. Auch praktische Erfahrungen, Hobbys zum Beispiel, können viel über Motivation und Fähigkeiten aussagen. Klar sollte man grob wissen, womit sich das Unternehmen beschäftigt, in dem man sich bewirbt. Ein vorheriges Praktikum ist da sehr hilfreich, aber bei uns keine Voraussetzung.
Welche Tipps haben Sie für das Vorstellungsgespräch?
Ein Vorstellungsgespräch ist ja für jeden Schüler eine ganz neue, ungewohnte Situation. Trotzdem sollte man versuchen, gelassen zu bleiben, denn es gibt keinen Grund für übermäßige Aufregung. Positiv wirken Engagement, echte Fragen zum Berufsalltag und Motivation. Ich achte vor allem auf ehrliches Interesse am Beruf und auf klare, durchdachte Antworten.

Womit können Azubis bei Ihnen richtig punkten?
Es zählt weniger Perfektion, sondern vielmehr ein glaubwürdiger Gesamteindruck. Wer zeigt, dass er sich mit seiner Zukunft beschäftigt hat, hinterlässt natürlich einen besonders positiven Eindruck. Was die Bewerbungsunterlagen angeht, die dürfen gern digital, modern und innovativ sein. Wer sich also gut vorbereitet und offen kommuniziert, hat bei uns sehr gute Chancen.
Wie läuft der Auswahlprozess ab und wie wichtig ist das Bauchgefühl?
Da bei uns nur wenige Ausbildungsplätze vergeben werden, spielt neben den Bewerbungsunterlagen auch das Bauchgefühl eine wichtige Rolle. Es muss schließlich von beiden Seiten passen. Und da kommen wieder absolvierte Praktika ins Spiel, denn dadurch konnte man sich schon gegenseitig kennenlernen.
Wie werden Azubis während der Ausbildung unterstützt?
Überbetriebliche Lehrgänge, regelmäßige Feedbackgespräche und ein offenes Ohr für Probleme sind bei uns selbstverständlich. Bei Schwierigkeiten jeglicher Art sollten Auszubildende nicht zögern, sich an Ausbilder oder Personalverantwortliche zu wenden. Es gibt immer eine Lösung.
Welche Trends verändern die Berufswelt und die Erwartungen junger Menschen?
Besonders die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz wird die Arbeitswelt stark prägen. Der Umgang damit sollte bewusst und kompetent erfolgen. Homeoffice, oft thematisiert, spielt in der Ausbildung bisher keine Rolle. Viele Jugendliche erwarten es zwar, doch für den Erwerb grundlegender Kompetenzen ist die Präsenz im Betrieb wichtig. Außerdem ist Homeoffice im produktiven Bereich sowieso nicht machbar.
Welchen Rat geben Sie jungen Menschen mit auf den Weg?
Jeder sollte seine Ziele und Träume im Blick behalten und sich bewusst machen: Fast alles ist erreichbar. Und ganz wichtig, um im Leben etwas zu erreichen, ist ständiges Lernen. Das zahlt sich einfach aus, auch wenn es oft als lästig betrachtet wird.
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