Knapp eine halbe Million junger Leute beginnen jedes Jahr in Deutschland eine Ausbildung – doch längst nicht alle schließen diese auch ab. Mehr als jeder vierte Auszubildende bricht seine Lehre vorzeitig ab.
(Quelle: statista.com, Bundesministerium für Bildung und Forschung)
Wenn’s nicht läuft beim Berufsstart, weil ...
Nicht gleich den Kopf hängen lassen! Lieber nach den Ursachen forschen und eine Lösung finden.
Wenn’s nicht läuft während der Ausbildung, wenn ...
Nicht gleich aufgeben! Auch bei Schwierigkeiten während der Ausbildung hilft Dir die Berufsberatung!
Wenn Du nach der Schule trotz intensiver Bewerbungen keinen Ausbildungsplatz gefunden hast, kannst Du Dich auch um eine EQ bewerben.
Die EQ ist ein Praktikum, bei dem Du sechs bis zwölf Monate in einem Betrieb mitarbeitest und dabei Grundkenntnisse in einem ausgewählten Beruf erwirbst. Du verdienst monatlich einen festen Betrag und bist sozialversichert. Dein Arbeitgeber zahlt also während des Praktikums für Dich in die Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und gesetzliche Unfallversicherung ein. Wenn Du nach der EQ eine Ausbildung im gleichen Beruf beginnst, kann Dir das Praktikum auf die Ausbildungszeit angerechnet werden. Voraussetzung für eine EQ ist unter anderem, dass Du die allgemeine Schulpflicht erfüllt hast; das heißt, dass Du je nach Bundesland mindestens neun oder zehn Jahre auf der Schule warst. Die Berufsberatung Deiner Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer oder die Industrie- und Handelskammer helfen Dir bei der Suche nach Betrieben, die eine EQ anbieten.
Du bist mit der Schule fertig, hast keinen Ausbildungsplatz gefunden und besuchst auch keine weiterführende Schule?
Dann kannst Du an der Berufsschule einen Unterricht zur Berufsvorbereitung besuchen. Dieser heißt in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, zum Beispiel Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder Berufsorientierungsjahr (BOJ). Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du mit dem Unterricht zur Berufsvorbereitung auch den Hauptschulabschluss nachholen.
TIPP: Informiere Dich darüber bei Deiner Berufsberatung!
Wenn während einer betrieblichen Berufsausbildung Schwierigkeiten auftreten oder gar ein Ausbildungsabbruch droht, kann Dir die Berufsberatung einen kostenlosen Förderunterricht vermitteln.
Dieser Unterricht findet einmal oder mehrmals wöchentlich statt, meist nach der Arbeitszeit. Hier können Wissenslücken schnell wieder geschlossen werden. Hilfe bekommst Du auch, wenn Du im Ausbildungsbetrieb Probleme mit Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzten hast.
TIPP: Frage am besten Deine Berufsberaterin oder Deinen Berufsberater nach dieser Unterstützung.
Vielleicht bleibt es trotz aller Hilfe schwierig für Dich, Deine Ausbildung fortzusetzen.
Bevor Du sie aber frühzeitig beendest, solltest Du zur Berufsberatung gehen. Vielleicht ist ja doch noch was zu retten! Auch bei einer Schwangerschaft während der Ausbildung gibt es Möglichkeiten, die Ausbildung fortzusetzen.
Auch wenn ein Ausbildungsabbruch nicht mehr aufzuhalten ist, solltest Du mit Deiner Berufsberaterin oder Deinem Berufsberater sprechen. Ein Abbruch muss nicht gleich das Ende der Welt bedeuten und gemeinsam können die nächsten Schritte überlegt werden.
© Text – Bundesagentur für Arbeit
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