Das Berichtsheft: Mit diesen Tipps helfen wir Dir beim Schreiben

Das Berichtsheft

Auch wenn das Schreiben oft unbeliebt ist und teilweise als lästig empfunden wird, eines der wichtigsten Dokumente während Deiner gesamten Ausbildung ist der Ausbildungsnachweis, besser bekannt als Berichtsheft. Doch warum ist es so wichtig? Die Antwort ist ziemlich einfach: Ohne ein vollständiges Berichtsheft kannst Du Deine Ausbildung nicht erfolgreich abschließen, denn es gilt als Zulassungsvoraussetzung zu Zwischenprüfungen und zur Abschlussprüfung. Deshalb ist es eine Deiner Pflichten als Azubi, Dein Berichtsheft ordnungsgemäß und regelmäßig zu führen. Hier dokumentierst Du alles, was Du in Deiner Ausbildung machst, sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Dein Berichtsheft ist gewissermaßen ein Beleg für die Kenntnisse und Fähigkeiten, die Du während Deiner Ausbildung erworben hast. Vor Deiner Zwischen- oder Abschlussprüfung musst Du Dein lückenlos ausgefülltes und unterschriebenes Berichtsheft bei der zuständigen IHK (Industrie- und Handelskammer) oder HWK (Handwerkskammer) vorlegen. Auf diese Weise können Deine Prüfer nicht nur feststellen, was Du gelernt hast, sondern auch, ob Du vorschriftsgemäß und entsprechend des Rahmenplans für Deinen Beruf ausgebildet wurdest.

Was muss im Berichtsheft stehen

Was muss im Berichtsheft stehen?

Im Berichtsheft geht es vor allem darum, kurz und knapp zu beschreiben, womit Du Dich im Betrieb beschäftigt hast. Du hast zum Beispiel gelernt, eine neue Maschine zu bedienen? Du hast geholfen, ein Fenster zu montieren? Oder Du hast Dein erstes Verkaufsgespräch geführt? Genau so etwas kommt ins Berichtsheft! Dabei solltest Du nicht nur die Tätigkeiten vermerken, sondern auch die Zeit, die diese in Anspruch genommen haben. Selbst Themen wie innerbetriebliche Schulungen, Unterweisungen oder betrieblicher Unterricht (z.B. Nachhilfe) kannst Du mit einfließen lassen. Neben den Tätigkeiten im Ausbildungsbetrieb gehören auch alle Inhalte des Berufsschulunterrichtes ins Berichtsheft. Hier reicht es jedoch vollkommen aus, welche Themen behandelt wurden und wie lange. Ausführliche Beschreibungen über Lerninhalte musst Du nicht vornehmen.

Wichtig: Auf jedem Blatt Deines Berichtsheftes müssen Dein Name, das Ausbildungsjahr und der Berichtszeitraum stehen.

Wie schreibt man das Berichtsheft?

Mittlerweile weißt Du, welche Inhalte im Berichtsheft stehen müssen. Bestimmt stellst Du Dir jetzt die Frage: Wie genau und in welcher Form soll ich diese beschreiben? Ideal ist eine Mischung aus ganzen Sätzen und Stichpunkten, denn niemand möchte einen Roman lesen. Wer sich also kurz fasst, liegt meist genau richtig. Lass in Deine Beschreibungen trotzdem auch gelernte Fachbegriffe mit einfließen, denn das wird später sehr positiv bewertet. Um sicher zu sein, dass Du alle Anforderungen erfüllst, solltest Du besser nochmal bei Deinem Ausbilder nachfragen.

Wie schreibt man Berichtsheft

Wie oft schreibt man das Berichtsheft?

Im Allgemeinen gilt: Schreib das Berichtsheft regelmäßig und nicht erst nach mehreren Wochen oder gar Monaten. Denn schon nach kurzer Zeit verblassen Deine Erinnerungen immer mehr und Du wirst Schwierigkeiten bekommen, Tagesabläufe aus der Vergangenheit wieder ins Gedächtnis zu rufen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Arten von Berichten. Es gibt den Tagesbericht, den Wochenbericht und den Monatsbericht, wobei der letztere eher selten verlangt wird. Tagesberichte sind vor allem bei gewerblich-technischen Ausbildungen üblich. Hier trägst Du tatsächlich jeden Tag Deine ausgeführten Tätigkeiten ein. Bei einem Wochenbericht, der eher im kaufmännischen Bereich verlangt wird, schreibst du dagegen wöchentlich eine kurze Zusammenfassung deiner erledigten Aufgaben. Für Deinen zeitlichen Aufwand gilt: Plane für einen Tagesbericht ca. 5 bis 10 Minuten und für einen Wochenbericht ca. 20 bis 30 Minuten ein.

Wichtig: Solltest du während Deiner Ausbildung im Ausland verweilen, beispielsweise im Zuge eines Auslandspraktikums, ist es notwendig, den Ausbildungsnachweis weiterhin zu führen.

Welche Varianten des Berichtsheftes gibt es?

  • Handschriftlich: ganz klassisch in analoger und schriftlicher Heftform

  • Digital: eintragen in Word- und Excel-Vorlagen am Tablet oder Computer

  • Online: über spezifische Software bis hin zu Apps

Wird das Berichtsheft kontrolliert?

Genauso wie es Deine Pflicht ist, das Berichtsheft zu führen, ist es auch die Aufgabe Deines Ausbilders, Deine Berichte in regelmäßigen Abständen, meist wöchentlich oder monatlich, zu kontrollieren und die Richtigkeit der Inhalte mit seiner Unterschrift zu bestätigen. Wenn Du der Meinung bist, dass Dein Ausbilder das Berichtsheft mal etwas aus den Augen verliert, solltest Du Dich nicht scheuen, ihn darauf anzusprechen, denn die Kommunikation zwischen euch ist wichtig und von ihm kannst Du Dir mitunter wertvolle Tipps und Verbesserungsvorschläge holen.

Wichtig: Wenn Du jünger als 18 Jahre bist, musst Du das Berichtsheft auch regelmäßig Deinen Erziehungsberechtigten vorlegen. Dabei können Deine Eltern Deine Berichte durch ihre Unterschrift bestätigen.

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